Feiner Quit­ten­ku­chen mit nussigem Vollkorn-Teig

15. November 2020
Einen Quittenkuchen zu backen, geht einfacher, als du denkst. Außerdem verrate ich dir, wo du Quitten (kostenlos) bekommen kannst!
Autor: Verena Hirsch

Verena Hirsch

Dieser Quit­ten­ku­chen war meine absolute Premiere mit der goldenen Herbst­frucht. Seitdem bin ich nicht nur von ihrem Duft, sondern auch vom Geschmack hin und weg! Hier erfährst du, wo du Quitten über­haupt findest und natür­lich auch das Rezept für diesen köst­li­chen Quittenkuchen!

Rezept für einen Quittenkuchen: Der Kuchen ist angeschnitten auf einem Teller. Dahinter ist eine Schale mit Schlagsahne

Quitte? Ja bitte! 

Quitten gehören eigent­lich zu den Rosen­ge­wäch­sen. Sie sind zwar roh nicht giftig, aber sehr hart, holzig und sauer. Deshalb sollten sie besser gekocht bzw. ver­ar­bei­tet gegessen werden. Am bekann­tes­ten sind Quit­ten­ge­lee, Quitt­nenchut­ney und Quit­ten­brot.

Wo bekomme ich Quitten her?

Wenn wir uns in den Obst­re­ga­len der gewöhn­li­chen Super­märk­te umsehen, werden wir wohl kaum Quitten finden – leider. In Bioläden oder auf dem Wochen­markt kannst du aller­dings Glück haben! Halte stets Augen und Ohren offen und frage in deinem Freundes‑, Familien‑, Bekann­ten­kreis nach. Ansons­ten empfehle ich dir, mal in lokalen Facebook-Gruppen oder bei eBay­Klein­an­zei­gen zu schauen. Immer mehr Obstbaumbesitzer*innen inse­rie­ren ihre Bäume zum kos­ten­lo­sen Ernten. 

Quittentarte: Ein Stück Quittenkuchen im Vordergrund mit einem angeschnittenen Kuchen im Hintergrund

Rezept für einen Quit­ten­ku­chen, denn Kuchen geht immer! 

Frei nach diesem Motto, habe ich mich für einen Quit­ten­ku­chen ent­schie­den. Also, legen wir los:

Zutaten Quit­ten­ku­chen :

  • 1kg Quitten
  • 250g Vollkorn-Mehl 
  • 2 EL Leinsamen
  • 70ml Milch
  • 1 Mes­ser­spit­ze Natron oder Back­pul­ver
  • 1 Prise Salz
  • 100g Nussmus | alter­na­tiv Bio Butter oder Margarine
  • 70g Zucker­rü­ben­si­rup
  • 2 EL Rübenzucker
  • 2 EL Zitronensaft 
  • 1 EL Zimt
  • Öl für die Springform 

Quit­ten­ku­chen: Quitten richtig verarbeiten

Zube­rei­tung Kuchenbelag:

1. Zunächst den Flaum auf der Schale mit einem Küchen­tuch abreiben und die Quitten waschen
2. Anschlie­ßend mit einem scharfen Messer vierteln und das Kern­ge­häu­se ent­fer­nen.
3. Die Stücke in mög­lichst dünne Streifen schnei­den und in eine kleine Auf­lauf­form geben. Den Zitro­nen­saft, Rüben­zu­cker und Zimt dazu­ge­ben und alles gut vermischen.
4. Alles bei 180 °C für 10 bis 20 Minuten in Ofen geben.

Die Garzeit ist von Sorte zu Sorte sehr unter­schied­lich. Manche Quitten sind nach kurzer Zeit weich, andere brauchen mehr als doppelt so lange. Deshalb am besten immer wieder die Kon­sis­tenz der Quitten über­prü­fen. Während die Quitten im Ofenrohr schmoren, kannst du den Teig zube­rei­ten.

Zube­rei­tung Teig:

1. Zunächst die Lein­sa­men schroten. Wenn du keinen Mixer hast, kannst du sie auch geschro­tet im Bioladen kaufen.
2. In einer großen Schüssel Mehl, Lein­sa­men, Natron und Salz vermengen.
3. Dann die Milch, Nussmus und Zucker­rü­ben­si­rup hin­zu­ge­ben und alles zu einem Teig verkneten
4. Anschlie­ßend eine Spring­form mit Öl aus­pin­seln und den Teil gleich­mä­ßig ver­tei­len und fest­drü­cken. Der Rand sollte min­des­tens zwei dau­men­breit hoch sein.
5. Mit einer Gabel ganz sanft kleine Löcher in den Boden drücken und den Teig für ca. 10 Minuten vorbacken.

 Sollten die Quitten noch nicht weich sein, kannst du die Spring­form einfach parallel dazu in den Ofen geben.

Quit­ten­ku­chen fertigbacken:

1. Schließ­lich die Quit­ten­schei­ben beliebig auf den Voll­korn­teig anordnen. Die Scheiben dabei leicht in den Boden drücken.
2. Den Quit­ten­ku­chen abschlie­ßend für ca. 20 bis 25 Minuten bei 175°C Ober- und Unter­hit­ze backen.
3. Nach dem Aus­küh­len mit einem Klecks Sahne oder Joghurt genießen!

Quittenkuchen in einer Springform: Im Hintergrund liegen zwei Quitten und eine Walnuss

Was mich die Quitte gelehrt hat

Ja, die Quitte ist eigen. Aber verbirgt so viele tolle Facetten in sich! Nicht umsonst ist sie die Frucht der Lie­bes­göt­tin Aphro­di­te. Roh verzehrt hat man mit ihr kein Ver­gnü­gen. Schenkt man ihr aller­dings etwas Zeit im Ofen oder Kochtopf, wird sie unglaub­lich köstlich. Im Geschmack ähnelt sie sehr einer Mischung aus Apfel und Birne.

Wenn mal keine Zeit für einen Kuchen bleibt, mache ich gerne mein ein­fachs­tes Quit­ten­re­zept der Welt.

Noch mehr Lust zu backen? Dann gefallen dir bestimmt auch meine gesunden Muffins oder das Apfel­stru­del­re­zept meiner Oma.

 

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