Feiner Quit­ten­ku­chen mit nussigem Vollkorn-Teig

von | Nov 20, 2019

Mit Quitten zu kochen oder zu backen, sei eine der besten Lehren für das Leben. Der Meinung ist jeden­falls der Münchner Koch Hans Gerlach. Auch ich habe jetzt endlich die Her­aus­for­de­rung ange­nom­men und mich an die goldene Herbst­frucht gewagt. Mein Quitten-Fazit und natür­lich das Rezept für diesen köst­li­chen Quit­ten­ku­chen findest du hier!

 

Quitte? Ja bitte! 

Quitten gehören eigent­lich zu den Rosen­ge­wäch­sen. Sie sind zwar roh nicht giftig, aber sehr hart, holzig und sauer. Deshalb sollten sie besser ver­ar­bei­tet gegessen werden. Am geläu­figs­ten sind Quit­ten­ge­lee, Quitt­nenchut­ney und Quit­ten­brot.

Wenn wir uns in den Obst­re­ga­len der Super­märk­te umsehen, werden wir wohl kaum Quitten finden. Die gold­gel­be Herbst­frucht ist bisher alles andere als salon­fä­hig. Viel­leicht, weil sich der/die klas­si­sche Kon­su­men­tIn buch­stäb­lich die Zähne daran aus­bei­ßen würde. Um Quitten zu zube­rei­ten braucht es schon  ein gewisses Maß an Hingabe. Aber keine Angst, alles völlig machbar – glaubt mir!

Wo bekomme ich Quitten her?

Wie bereits erwähnt, liegen Quitten nicht in der nächsten Obst­aus­la­ge. Halte einfach Augen und Ohren offen und frage in deinem Freundes‑, Familien‑, Bekann­ten­kreis nach. Nicht selten kennt jemand einen, der jemanden kennt, der… Ansons­ten empfehle ich dir, mal in lokalen Facebook-Gruppen oder bei eBay­Klein­an­zei­gen zu schauen. Immer mehr Obst­baum­be­sit­ze­rIn­nen inse­rie­ren ihre Bäume zum kos­ten­lo­sen Ernten. 

 

Rezept für einen Quit­ten­ku­chen, denn Kuchen geht immer! 

Frei nach diesem Motto, habe ich mich für einen Quit­ten­ku­chen ent­schie­den. In den Kom­men­ta­ren dieses Insta­gram­pos­tings findest du aber noch viele weitere Ideen, Quitten zu ver­wer­ten. Also, los geht’s:

Zutaten Quit­ten­ku­chen :

  • 1kg Quitten
  • 250g Vollkorn-Mehl | was die Vorräte hergeben 
  • 2 EL Lein­sa­men
  • 70ml Milch
  • 1 Mes­ser­spit­ze Natron oder Back­pul­ver
  • 1 Prise Salz
  • 100g Nussmus | alter­na­tiv Bio Butter oder Mar­ga­ri­ne
  • 70g Zucker­rü­ben­si­rup | alter­na­tiv Ahorn­si­rup oder Aga­ven­dick­saft
  • 2 EL Rüben­zu­cker
  • 2 EL Zitro­nen­saft 
  • 1 EL Zimt
  • Öl für die Spring­form  

Quit­ten­ku­chen: Quitten richtig ver­ar­bei­ten 

Zube­rei­tung Kuchen­be­lag:

1. Zunächst den Flaum auf der Schale mit einem Küchen­tuch abreiben und die Quitten waschen
2. Anschlie­ßend mit einem scharfen Messer vierteln und das Kern­ge­häu­se ent­fer­nen.
3. Die Stücke in mög­lichst dünne Streifen schnei­den und in eine kleine Auf­lauf­form geben. Den Zitro­nen­saft, Rüben­zu­cker und Zimt dazu­ge­ben und alles gut ver­mi­schen.
4. Alles bei 180 °C für 10 bis 20 Minuten in Ofen geben.

 

Die Garzeit ist von Sorte zu Sorte sehr unter­schied­lich. Manche Quitten sind nach kurzer Zeit weich, andere brauchen mehr als doppelt so lange. Deshalb am besten immer wieder die Kon­sis­tenz der Quitten über­prü­fen. Während die Quitten im Ofenrohr schmoren, kannst du den Teig zube­rei­ten

Zube­rei­tung Teig:

1. Zunächst die Lein­sa­men schroten. Wenn du keinen Mixer hast, kannst du sie auch geschro­tet im Bioladen kaufen.
2. In einer großen Schüssel Mehl, Lein­sa­men, Natron und Salz ver­men­gen.
3. Dann die Milch, Nussmus und Zucker­rü­ben­si­rup hin­zu­ge­ben und alles zu einem Teig ver­kne­ten
4. Anschlie­ßend eine Spring­form mit Öl aus­pin­seln und den Teil gleich­mä­ßig ver­tei­len und fest­drü­cken. Der Rand sollte min­des­tens zwei dau­men­breit hoch sein.
5. Mit einer Gabel ganz sanft kleine Löcher in den Boden drücken und den Teig für ca. 10 Minuten vor­ba­cken.

 

Sollten die Quitten noch nicht weich sein, kannst du die Spring­form einfach parallel dazu in den Ofen geben. 

 

Quit­ten­ku­chen fer­tig­ba­cken:

1. Schließ­lich die Quit­ten­schei­ben beliebig auf den Voll­korn­teig anordnen. Die Scheiben dabei leicht in den Boden drücken.
2. Den Quit­ten­ku­chen abschlie­ßend für ca. 20 bis 25 Minuten bei 175°C Ober- und Unter­hit­ze backen.
3. Nach dem Aus­küh­len mit einem Klecks Sahne oder Joghurt genießen! 

 

 

Was mich die Quitte gelehrt hat

Abschlie­ßend muss ich sagen, dass mein eingangs erwähn­tes Zitat viel Wahres hat! Die Quitte ist eigen. Aber verbirgt so viele tolle Facetten in sich! Nicht umsonst ist sie die Frucht der Lie­bes­göt­tin Aphro­di­te. Erstmal duftet sie wahn­sin­nig und dient so als natür­li­cher Raumduft. Roh verzehrt hat man mit ihr kein Ver­gnü­gen. Schenkt man ihr aller­dings etwas Zeit im Ofen oder Kochtopf, wird sie unglaub­lich köstlich. Im Geschmack ähnelt sie sehr einer Mischung aus Apfel und Birne.  

 

Erst der Quit­ten­ku­chen, dann..

Nach meinem Quit­ten­ku­chen habe ich noch ein paar Früchte übrig. Mal sehen, was ich daraus machen werde. Hast du denn noch Tipps oder Rezept­ide­en für mich? Dann verrate sie mir doch gern in den Kom­men­ta­ren!

 

 

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