Gekocht, pochiert, gebraten, gespiegelt oder gerührt – wie wir das Ei auch drehen und wenden, auf dem Teller macht es stets eine gute Figur. Eier schmecken beim exklusiven Sonntagsbrunch, als auch am Freitagabend, wenn der Kühlschrank sonst nichts mehr hergibt. Ob Du es glaubst oder nicht: Ein leckeres “Rührei” geht auch rein pflanzlich 

 

Die vielfältige und gleichzeitig schnelle, einfache Zubereitung machen Eier zu einem beliebten Lebensmittel. 4,4 Eier essen wir im Schnitt pro Woche – das macht im Jahr 230 Eier pro Kopf. Etwas zu viel des Guten, finde ich. Neben den Eiern, die wir Zuhause in die Pfanne schlagen, nehmen wir sie großteils unbewusst durch verarbeitete Produkte zu uns. Hier dienen sie beispielsweise als Bindemittel in Teigwaren oder  als “Kleber” bei panierten Produkten. Ein Grund mehr, die Augen nach Alternativen offen zu halten. So gelingt das perfekte Rührei auch anders:

 

Zutaten für 1 Portion:

100g Tofu Natur*
20g Pflanzliche Frischecreme 
1 TL Sojasoße
0,5 TL Kurkuma
0,5 TL Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

*Tofu ist nicht gleich Tofu – ich bevorzuge diesen hier und den da

Zubereitung:

 

Zuerst gebe ich den Tofu in eine kleine Schale, zerdrücke ihn mit einer Gabel und gebe Sojasoße, Gemüsebrühe sowie Salz, Pfeffer hinzu. Das vermenge ich gleichmäßig und lass es paar Minuten ziehen. Währenddessen schneide ich mein Gemüse klein und dünste es mit etwas hochwertigem Öl in einer kleinen Pfanne an. Dann gebe ich die Tofumenge hinzu und lasse alles 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Jetzt kommt die Frischecreme und der Kurkuma hinzu. Alles gut vermengen. Den Herd ausmachen und mit der Restwärme noch ein paar Minuten brutzeln lassen. Abschmecken und mit einer Scheibe frischem Brot servieren.

 

Tipp: In der veganen Küche ist das Kala Namak Salz sehr beliebt. Dies verleiht pflanzlichen “Eierspeisen” einen typisch schwefeligen Geschmack.

Wer bereits viel in der vegetarisch-veganen Küche unterwegs ist, wird diese Kreation bereits kennen. Dem ein oder anderen werden die Zutaten wohl eher exotisch vorkommen. Das ist vollkommen in Ordnung. Anstatt uns aber gegen Unbekanntes zu wehren, sollten wir uns stets auf neue Dinge einlassen und im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Tellerrand hinausschauen.

 

Resteverwertung mit Rührei

Dazu gehört auch, etwas kreativ zu werden und mit verschiedenen Resten eine tolle Mahlzeit zuzubereiten. Bei mir lagen noch 2 schrumpelige Champignons sowie eine Hand voll Kidneybohnen im Kühlschrank. Die wanderten einfach mit in die Pfanne. Wirklich falsch machen kann man dabei nichts – jede Kompostion ist besser, als übriggebliebene Zutaten wegzuwerfen.

 

Wenn dann Bio-Eier

Auch bei mir kommt ab und an ein Ei auf den Speiseplan. Dann ist es aber auf jeden Fall Bio und am besten von einem regionalen Bauernhof. Hier erkläre ich dir, warum wir unbedingt Bio-Qualität wählen sollten. Ökologische Eier erkennst Du an der “0” zu Beginn des Codes, der auf der Schale abgedruckt ist.

 

Jetzt wünsche ich Dir ganz viel Appetit beim Ausprobieren! Hast Du bereits Eierspeisen als pflanzliche Alternative ausprobiert? Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

 

Alles Liebe Verena

 

 

 

Mehr über Rezepte und Ernährung: