Zitro­nen­säu­re in Putz­mit­teln: Was Bio Zitro­nen­säu­re von kon­ven­tio­nel­ler unterscheidet

10. September 2020
Hier erfährst du, woraus Zitronensäure tatsächlich gewonnen wird (Spoiler: nicht aus Zitronen), welche Unterschiede es gibt und was Bio zertifizierte Zitronensäure ausmacht.
Autor: Verena Hirsch

Verena Hirsch

Zitro­nen­säu­re ist äußerst nützlich im Haushalt und Bestand­teil vieler Rei­ni­gungs­mit­tel. Unter­neh­men, die sich nach­hal­tig posi­tio­nie­ren wollen, bewerben sie als beson­ders natür­li­chen Inhalts­stoff. Aller­dings ist Zitro­nen­säu­re nicht gleich Zitronensäure.

Zitro­nen­säu­re aus Zitronen?

Na, woran hast du als Erstes bei der Über­schrift des Artikels gedacht? Ich tippe mal auf frische, gelbe Zitronen. Wir ver­bin­den Zitro­nen­säu­re bzw. Citro­nen­säu­re instink­tiv mit der Zitronen-Frucht. So erwecken Produkte, die diese ent­hal­ten, Natür­lich­keit und können unser Kauf­ver­hal­ten positiv beein­flus­sen. Doch meistens trifft man wahr­schein­li­cher auf gen­tech­nisch ver­än­der­te Pilze als auf frische Zitronen. Ich habe mit Markus, dem Gründer der BIOBAULA Rei­ni­gert­abs, aus­führ­lich über dieses Thema gespro­chen und mit Erstau­nen fest­ge­stellt, dass Zitro­nen­säu­re nicht per se die Säure von Zitronen ist.

Zitronensäure ist meist nicht aus Zitronen gewonnen.

GUT ZU WISSEN

Bei Lebens­mit­teln gilt Zitro­nen­säu­re als kenn­zeich­nungs­pflich­ti­ger Zusatz­stoff E330. Da E‑Nummer aber verpönt sind, wird eigent­lich immer “Zitro­nen­säu­re” als Wort aufgelistet.

Was ist Citronensäure?

Zitro­nen­säu­re ist eine natür­lich auf­tre­ten­de Car­bon­säu­re. Carl Wilhelm Scheele hat diese vor über 200 Jahren aus Zitro­nen­saft gewonnen, daher auch der Name. Zitro­nen­säu­re kommt als orga­ni­sche Substanz aber nicht nur in Zitrus­früch­ten vor, sondern unter anderem auch in Beeren oder Tomaten. Sogar der mensch­li­che Körper pro­du­ziert Zitro­nen­säu­re als Zwi­schen­pro­dukt im Rahmes des Ener­gie­stoff­wech­sels – auch Citrat­zy­klus genannt.

Natür­lich vs. indus­tri­el­le Zitronensäure

Auch wenn im Handel mit Bildern von frischen Zitronen auf Citro­nen­säu­re-Pro­duk­ten geworben wird – mit Zitronen hat es meist nichts zu tun. Vielmehr handelt sich um ein indus­tri­ell her­ge­stell­tes Produkt. Hier wird Zitro­nen­säu­re durch das Zer­set­zen zucker­hal­ti­ger Melasse oder Glukose durch einen Schim­mel­pilz gewonnen. Theo­re­tisch gibt es auch Zitro­nen­säu­re, die tat­säch­lich aus Zitronen gewonnen wird. Aller­dings ist diese immens teuer und auf dem Markt so gut wie gar nicht zu finden.

Im Jahr 2009 wurden weltweit 1,5 Mil­lio­nen Tonnen Zitro­nen­säu­re pro­du­ziert. Rund die Hälfte der Mengen stammen aus China.

Quelle: trensgen.de

Was Bio Zitro­nen­säu­re ausmacht

Grund­sätz­lich gibt es große Unter­schie­de, was die Reinheit und Ver­träg­lich­keit von Citro­nen­säu­re angeht. Die Bio Zitro­nen­säu­re, die BIOBAULA für die Rei­ni­gert­abs ver­wen­det, wird bio­tech­nisch her­ge­stellt. Das bedeutet, dass zucker­hal­ti­ge Roh­stof­fe wie Melasse und Mais fer­men­tiert werden. Dabei werden Schim­mel­pil­ze mit Micro­or­ga­nis­men versetzt und mit bestimm­ten Nähr­stof­fen gefüt­tert. Dadurch sondert der Schim­mel­pilz in seinem Stoff­wech­sel Zitro­nen­säu­re aus. Anschlie­ßend wird diese mehrmals fil­triert und gereinigt.

Im End­pro­dukt finden sich dann keine Rück­stän­de von Schim­mel­pil­zen mehr. Allein nur diese – gen­tech­nik­freie – Bio Zitro­nen­säu­re ver­wen­det BIOBAULA. Das bestä­tigt ihre ECOcert Zer­ti­fi­zie­rung. Bei der Bio-Zer­ti­fi­zie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on ist nämlich nur Bio Citro­nen­säu­re als Inhalts­stoff zugelassen.

Unterschied zwischen bio und konventioneller ZitronensäureGen­tech­nisch ver­än­der­te Pilze

Im kon­ven­tio­nel­len Handel sieht das aller­dings anders aus. Um mehr Menge zu einem mög­lichst nied­ri­gen Peis zu gewinnen,  werden Regel­kreis­läu­fe im Stoff­wech­sel der Pilze gen­tech­nisch mani­pu­liert. So kann die Citro­nen­säu­re-Ausbeute gestei­gert werden. Außerdem können bereits die Ursprungs­pflan­zen der Nähr­bö­den – Zucker­rü­ben oder Mais –  eben­falls gen­tech­nisch ver­än­dert worden sein.

In den USA und in China werden schon lange über­wie­gend trans­ge­ne, also gen­tech­nisch ver­än­der­te Pilz­stäm­me verwendet.

Öko-Reiniger: Bitte Plas­tik­frei und Bio

Genau deshalb ist es so wichtig, dass nach­hal­ti­ge Reiniger nicht nur (mikro)plastikfrei, sondern auch Bio sind. BIOBAULA geht als trans­pa­ren­tes Beispiel voran und lässt alle Produkte unab­hän­gig zer­ti­fi­zie­ren und testen. Die Rei­ni­gert­abs sind als öko­lo­gi­sches Rei­ni­gungs­mit­tel ECOcert zer­ti­fi­ziert. Darüber hinaus bestä­tigt Flustix, dass kein Mikro­plas­tik ent­hal­ten ist und unab­hän­gi­ge Labore garan­tie­ren, dass die Reiniger binnen 28 Tage komplett abgebaut sind. Damit geht natür­lich auch einher, dass die Produkte nicht zu Schleu­der­prei­sen ange­bo­ten werden können. Qualität vor Quan­ti­tät gilt eben auch hier.

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Foto Credit: Tirza van Dijk, Crema Joe


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