Esel­wan­dern im baye­ri­schen Wald: So war mein etwas anderer Retreat

von | Aug 19, 2019

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Dieses Frühjahr war ich tat­säch­lich Esel­wan­dern im Baye­ri­schen Wald. Für das Magazin Kat­zen­sprung machte ich mich Ende April zusammen mit meiner Mama auf den Weg in die Region Son­nen­wald. Ehrlich gesagt, wussten wir selbst nicht so recht, was uns auf dem Eselhof Daxstein erwarten wird. Meine ganz per­sön­li­chen Erfah­run­gen bei der Esel­wan­de­rung und was Esel­wan­dern wirklich bedeutet, habe ich in diesem Beitrag zusam­men­ge­fasst.

 

 

Warum eigent­lich Esel­wan­dern? 

Wandern geht doch auch ohne Esel?! Ja, das stimmt natür­lich. Aller­dings stehen bei der Esel­wan­de­rung nicht die zurück­ge­leg­ten Kilo­me­ter bzw. Höhen­me­ter im Vor­der­grund, sondern der Umgang bzw. Einklang mit den Tieren. Wir Menschen können von Eseln tat­säch­lich viel lernen. Esel sind treu und genügsam. Sie lassen nie einen Weg­be­glei­ter zurück und haben keine großen Ansprü­che – eben Tiere mit echtem Vor­bilds­cha­rak­ter.

Kannst du dich denn erinnern, wann du das letzte Mal so richtig frei im Kopf warst?

“Mein Kopf ist so klar wie lange nicht mehr. Ich fühle mich frei und leicht, als würde ich über den Waldpfad schweben. Danke, Zoe, dass du mich gerade alles, was mich sonst so beschäftigt, ganz und gar ver­ges­sen lässt.”

So beschrei­be ich im aktu­el­len Kat­zen­sprung Magazin, was das Esel­wan­dern mit der Esel­stu­te Zoe bei mir aus­ge­löst hat.

Neben einem detail­lier­ten Erleb­nis­be­richt gibt es außerdem eine kleine Foto­sto­ry mit mir und Zoe. Die aktuelle Ausgabe kannst du hier völlig kos­ten­los bestel­len.

Kat­zen­sprung-Magazin

Kleine Wege. Große Erleb­nis­se: Kat­zen­sprung steht für span­nen­de Rei­se­zie­le in Deutsch­land. Ob Aben­teu­er oder Ent­span­nung – hier findet sicher jede/r den pas­sen­den Urlaub direkt vor der Hautüre.

www.katzensprung-deutschland.de

Esel­wan­dern: Buchung und Anreise 

Die Esel­wan­de­rung habe ich über Renatour gebucht. Das nach­hal­ti­ge Rei­se­por­tal hat neben vielen anderen Aben­teu­ern auch Esel­wan­de­run­gen im Baye­ri­schen Wald im Programm. Diese finden auf dem Eselhof Daxstein statt, der indi­vi­du­el­le Touren über vier oder sechs Tage anbietet. Meine Mama und ich hatten uns für eine 4‑Tages-Tour ent­schie­den.

In der Buchung inklu­si­ve sind auch die Über­nach­tun­gen mit Halb­pen­si­on sowie Lunch­pa­ket und Ver­pfle­gung für der Esel. Da ich in der Nähe wohne, sind meine Mama und ich mit dem Auto ange­reist – aber auch eine Anreise mit dem Zug ist ohne Problem möglich.

 

Der Eselhof Daxstein – mehr als ein Bau­ern­hof 

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Ich bin fest davon überzeugt, dass alles, was man gibt, wieder zu einem zurückkommt!

Dieser Satz war nicht das Einzige, was mich an Susa Winter, der Besit­ze­rin des Eselhofs, sehr beein­druckt hat: Die meisten ihrer 19 Eseln hat sie aus schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen gerettet. Das Wohl­erge­hen der Tiere stellt sie über alles andere. Doch auch im sozialen Mit­ein­an­der ist Susa Winter wahn­sin­nig enga­giert. Auf ihrem Hof beher­bergt sie regelmäßig junge Menschen, die gegen Kost und Logis bei der täglichen Arbeit helfen. Außerdem bietet sie betreute Wohn­plät­ze an.

 

Das Leben ist ein Eselhof 

Gleich nach der Ankunft ging es in den Stall. Jede Esel­wan­de­rung beginnt mit dem soge­nann­ten Esel-Basis­kurs. In dieser Ein­füh­rung haben wir alle Ein­zel­hei­ten erfahren, die es beim Umgang und speziell bei der Wan­de­rung mit den Eseln zu beachten gibt. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Esel Her­den­tie­re sind und deshalb nicht alleine gehalten werden sollen bzw. hier auch nie alleine auf Wan­der­schaft gehen.

 

Von wegen sturer Esel! Außerdem fand ich wahn­sin­nig inter­es­sant, dass die Sturheit, die Eseln nach­ge­sagt wird, eigent­lich eine Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on des Menschen ist. Der Cha­rak­ter bzw. der Flucht­me­cha­nis­mus funk­tio­nert bei Eseln nämlich anders als bei Pferden. Eigenltich sind Esel schlau und deshalb sehr wil­lens­stark – was fälsch­li­cher­wei­se als stur bezeich­net wird und in den Köpfen ver­an­kert hat.

 

Nach der Ein­füh­rung ging es auch direkt los mit der ersten kleinen Tour. Die Tages­rou­ten sind  5 bis 15 Kilo­me­ter lang. Jeden Abend kam Susa Winter in unsere Unter­kunft, um die Route für den nächsten Tag zu bespre­chen. Sie ging sehr auf unsere indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Wünsche ein. Ich hätte mir wirklich keine besser Betreu­ung vor­stel­len können. Da die Wege Ende April noch voller Geäst vom Schnee­druck des harten Winters waren, hat uns am zweiten Tag sogar ein Mit­ar­bei­ter des Eselhofs beglei­tet. 

Die Unter­künf­te auf der Wan­de­rung waren länd­li­che Gaststätten. Sie sind gemütlich rustikal ein­ge­rich­tet und bieten Erholung nach den Wan­de­run­gen. Auch unsere vegan/vegetarischer Essens­wün­sche waren über­haupt kein Problem. 

 

Esel­wan­dern bedeutet Kon­trol­le abgeben und los­las­sen

Mal ehrlich! Wir möchten doch am liebsten immer alles im Griff haben! Ich kenne die Angst, Kon­trol­le abzu­ge­ben auf jeden Fall sehr gut. Dadurch fällt es mir auch sehr schwer, im Alltag den Kopf frei­zu­be­kom­men. In meinem Kopf reiht sich ein To-Do stets an den nächsten – selbst wenn die Auf­ga­ben­lis­te eigent­lich schon abgehakt ist.

 

 

 

Beim Esel­wan­dern geben aller­dings die Esel das Tempo vor. Auch wenn es anfangs unge­wohnt war, tat es nach einer Weile einfach so gut. Am zweiten Tag konnte ich mich völlig dem Rhythmus meiner Esel­stu­te Zoe hingeben.

Was mir sonst so unglaub­lich schwer fällt, ging plötzlich ganz leicht: Los­las­sen. Los­las­sen und die Kon­trol­le abgeben – das ist es, was Esel­wan­dern wirklich bedeutet.

 

Du hast jetzt auch Lust auf kleine Aben­teu­er in der Natur? 

 

Wandern mit Eseln & viele andere Rei­se­i­de­en: www.renatour.de

Mit­ar­bei­ten auf dem Eselhof von Susa Winter: Tel. 09907/871091

 

Über All­myde­er

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Hier zeige ich Dir, wie wertvoll ein acht­sa­mer Umgang mit sich selbst und der Umwelt ist – nach­hal­tig, reflek­tiert & fair!

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