Auf­brau­chen, ein­kau­fen, auswärts essen – so klappt’s ohne Verschwendung

23. Januar 2020
Wenn wir unsere Mahlzeiten planen und mit Einkaufszettel einkaufen gehen, können wir ganz leicht Lebensmittelverschwendung vermeiden.
Autor: Verena Hirsch

Verena Hirsch

„Mist, den Auf­strich im Kühl­schrank habe ich ja total ver­ges­sen!“ – so klingt es, wenn unter dem Deckel ein weißer Film zum Vor­schein kommt. Wer kennt es nicht: Wir kaufen ein, lagern, gehen spontan essen und sind dann schnell übers Wochen­en­de weg. Was eigent­lich noch im Kühl­schrank liegt, bemerken wir erst, wenn sich bereits Schimmel breit gemacht hat. Doch das muss nicht sein. Mit kleinen Tricks kann solch unnötige Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung ganz leicht ver­mie­den werde

Bevor Du heute wie üblich nach Fei­er­abend den Super­markt ansteu­erst, um das knur­ren­de Loch in deinem Bauch zu stillen, wirf doch erst einmal einen Blick in Deine Küchen­schrän­ke! Hier ruht bestimmt noch etwas Essbares. Nicht selten sind es Produkte, die wir gar nicht mehr auf dem Schirm hatten. Von alleine werden diese aller­dings nicht weniger und auch nicht besser.

So kommen wir zur Chal­len­ge-Aufgabe Nr. 3: Nimm 3 Produkte aus Deinen Vorräten, die Du diese Woche ver­brau­chen möchtest. Bei mir sind es Man­del­split­ter, Buch­wei­zen und Kartoffelknödel.

Am besten stellst Du die aus­ge­wähl­ten Dinge gut sichtbar in deiner Küche auf. Viel­leicht ist bereits das auf­ge­druck­te Min­dest­halt­bar­keits­da­tum über­stri­chen. Wie wir bereits wissen, ist das kein Grund, das Nah­rungs­mit­tel zu ent­sor­gen. Lese dazu gerne noch mal im Artikel der ersten Woche nach.

Schluss mit Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung: Mahl­zei­ten und Einkäufe planen

Die effek­tivs­te Methode, seine ein­ge­kauf­ten Lebens­mit­tel auch zu ver­brau­chen, ist schlicht­weg etwas Planung. So wie wir unsere Arbeit und Termine koor­di­nie­ren, um den Über­blick zu behalten, funk­tio­niert es auch mit der Ernäh­rung. Dazu ist kein steifer Mahl­zei­ten­plan not­wen­dig. Etwas Struktur und Über­blick hilft hier schon ganz viel.

Überlege Dir vor jedem Einkauf, für wie viele Mahl­zei­ten du jetzt Essen besorgen willst. Nur für heute Abend oder soll es für die ganz Woche reichen? Idea­ler­wei­se setzt Du dich einmal in der Woche kurz hin und notierst, wie oft Du die kom­men­den 7 Tage zuhause, auswärts oder unter­wegs essen wirst. Im nächsten Schritt kannst du über­le­gen, was du gerne essen möchtest. Schau dazu am besten immer erst in den Kühl­schrank und deine Schränke. Auch hier gilt: Erst auf­brau­chen, dann neu kaufen.

Mit solch einer groben Planung lassen sich auch alte Vorräte (Buch­wei­zen, Man­del­split­ter) spie­le­risch einbauen und ver­brau­chen. Wie gesagt: Es soll kein starrer Ernäh­rungs­plan sein. Sondern eine grobe Richtung vorgeben, um den Über­blick nicht zu ver­lie­ren und unnötige Lebens­mit­tel­ab­fäl­le zu verhindern.

Danach mar­schie­ren wir mit einem Ein­kaufs­zet­tel los. Ziel ist es, nur das zu kaufen, was wir notiert haben. Ja, leicht gesagt bei all dem Über­an­ge­bot soweit das Auge reicht. Eigent­lich wird uns unun­ter­bro­chen vor­ge­gau­kelt, was wir denn noch alles unbe­dingt benö­ti­gen und ganz klar zum Schnäpp­chen­preis kaufen sollten. Wir werden mit Limited Editions und Niedrig-Preisen geködert. Wirklich brauchen tun wir das meiste davon nicht. Sei dir dessen bewusst, wenn Deine Hand auto­ma­tisch nach einer Neu­ent­de­ckung greift. So ent­ste­hen ganz leicht Fehl­käu­fe, die dann wiederum gege­be­nen­falls in der Tonne landen. So sparst Du nicht nur Müll, sondern schonst auch Deinen Geldbeutel.

Zero-Waste-Tipp:

Du musst spontan auf Reisen und hast einen vollen Kühl­schrank? Dann gib es doch an Freunde oder Nachbarn weiter!

Essen­ge­hen und TO GO geht auch ohne Lebensmittelverschwendung

Wenn wir in Restau­rants gehen, wird uns die Ent­schei­dung bei so vielen wun­der­ba­ren Gerich­ten nicht gerade leicht gemacht. Am liebsten würden wir alles einmal kosten. Oft sind dann doch die Augen größer als der Magen und wir fühlen uns nach der Vor­spei­se eigent­lich schon so gut wie satt. Vom Haupt­gang schaffen wir dann nur drei Bisse, denn ein Dessert muss auf jeden Fall noch sein. Was wir nicht aufessen können, geht zurück in die Küche und wird.. genau: weg­ge­wor­fen. Wir sehen es zwar nicht, aber es passiert. Täglich. Was Du tun kannst?

Überlege Dir erst, wie viel Hunger du wirklich hast. Schaffe ich meine bestell­ten 3 Gänge? Schlage vor, sich Speisen zu teilen und lass Dir deine Reste ein­pa­cken – schmeckt am nächsten Tag min­des­tens genauso gut. Beson­ders groß ist die Ver­schwen­dung bei All-You-Can-Eat-Buffets. Am besten meidest Du solche so gut es geht bzw. füllst Dir den Teller mehrmals mit kleinen Por­tio­nen. So ver­hin­derst Du, dass Berge auf den Tellern bleiben und bist auch ein Vorbild für die anderen Gäste.

Zero-Waste-Tipp:

Eine mit­ge­brach­te Box spart zusätz­lich Ver­pa­ckungs­müll, wenn du deine Portion nicht ganz aufessen kannst.

Gleiches gilt beim Essen unter­wegs. Viele To-Go-Mahl­zei­ten sind auf­wen­dig in Plastik verpackt. Lasse dir die Brezel auf die Hand geben oder bringe Deine eigenen Behält­nis­se mit. Am besten kochst Du am Abend zuvor eine doppelte Portion und packst die Hälfte in eine Box für unter­wegs. So weißt Du, dass die Mahlzeit schmeckt und sicher auf­ge­ges­sen wird.

Jetzt bist wieder Du dran! Weißt Du bereits, was diese Woche endlich auf­ge­braucht werden soll? Schreibe doch gerne in die Kom­men­ta­re, was die kom­men­den Tag endlich ver­wer­tet werden soll. Natür­lich kannst Du mir auch immer Fragen stellen. Ich freue mich über jede Rückmeldung!

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