Jetzt aber schnell! Leckere Bärlauch Rezepte zum Saisonendspurt

Jetzt aber schnell! Leckere Bärlauch Rezepte zum Saisonendspurt

Seit Anfang März duftet es in vielen Laubwäldern verräterisch nach Knoblauch – äh Bärlauch! Der so genannte Wildknoblauch kündigt sich mit seinem unverkennbar intensivem Geruch bereits von Weitem an. Das macht Lust auf Bärlauch Rezepte! Langsam beginnt der Bärlauch weiß zu blühen und die Saison neigt sich dem Ende. Höchste Zeit, den letzten frischem Bärlauch des Jahres zu verwerten!

Bärlauch Rezepte: Meine Favoriten

Dieses Jahr hat mich das Bärlauch-Fieber ganz besonders gepackt: ob einfach auf’s Brot gelegt, im Teig verarbeitet oder zu einem cremigen Aufstrich gemixt – Bärlauch schmeckt einfach immer. Abseits vom Pesto-Klassiker gibt es noch so viele Bärlauch Rezepte zu entdecken – also los geht’s!

Brot mal ganz anders: Bärlauch-Monkey-Bread

Zutaten:

  • 500g Mehl (z.B. Dinkelmehl)
  • 1/2 frischer Hefewürfel bzw. 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 Hand voll frischer Bärlauch & 4 EL hochwertiges Öl bzw. 4 EL Bärlauchpesto
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 500 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

  1. Flohsamenschalen und Hefe in das Wasser einrühren und 15 Minuten quellen lassen
  2. Mehl und Salz hinzugeben und ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten (ggf. noch mehr Mehl hinzugeben)
  3. Teig 1 – 2 Stunden (je länger, desto besser) gehen lassen
  4. Währenddessen den frischen Bärlauch waschen und zusammen mit dem Öl pürieren
  5. Den Teig teilen und zu einer Hälfte 4 EL Bärlauchpesto geben und erneut kneten, bis das Pesto gleichmäßig verteilt ist
  6. Beide Teighälften zu kleinen Kugeln formen in einer geölten Küchenform schachbrettartig anordnen
  7. Im Ofen bei 160 Grad Umluft 1 Stunde backen FERTIG!

MONKEY BREAD (“Affenbrot”) ist eigentlich ein süßer, klebriger Kuchen aus kleinen Teigkugeln. Es wird in den USA gerne zum Frühstück oder zwischendurch genascht. 

Bärlauch: Alles, was du wissen musst 

Das Wildkraut wächst zwischen März und Mai vor allem in der Nähe von Gewässern und Laubwäldern. Bärlauch ähnelt im Geruch sowie Geschmack sehr Knoblauch – weshalb er auch Wildknoblauch oder Waldknoblauch genannt wird. In der Küche sind der Fantasie bei der Verwertung  keine Grenzen gesetzt. Das beliebte Küchenkraut wird  aber auch als Heilpflanze geschätzt. Es soll unter anderem den Magen-Darm-Trakt beruhigen und Bauchkrämpfe lindern.

Bärlauch sammeln

Wenn du dich jetzt noch auf die Suche nach dem letzten frischen Bärlauch machen willst, solltest du dich vorab über die Verwechslungsgefahr mit (giftigen) Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen informieren. Bärlauch ist zwar unverkennbar am Geruch – ist dieser allerdings einmal an den Fingern, riecht so ziemlich jedes Kraut danach! Sehr empfehlenswert ist der Bärlauch-Guide von meiner Blogger-Kollegin Justine.

Bärlauchaufstrich mit Linsen und Walnüssen

 

Zutaten: (3 Gläser)

  • 500g gekochte Linsen bzw. Hülsenfrüchte jeder Art
  • 2 Hände voll frischer Bärlauch bzw. 2 EL Bärlauchpesto
  • Salz/Pfeffer
  • 2 EL hochwertiges Öl
  • 1 TL Gewürzpaste oder Gemüsebrühe
  • 1 Hand voll Walnüsse

Zubereitung:

1. Die Walnüsse rösten und abkühlen lassen
2. In der Zwischenzeit den frischen Bärlauch waschen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Öl pürieren.
3. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und zu einem gleichmäßigen Ausstrich pürieren.
4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf’s (Monkey) Brot schmieren!

Bärlauch Rezepte fürs ganze Jahr

Zum Glück müssen wir aber auch im restlichen Jahr nicht auf den aromatischen Bärlauch verzichten. Bärlauch Pesti gibt es das ganz Jahr über. Wenn meine Vorräte aufgebraucht sind, greife ich gerne auf die hochwertigen Bio Pesti von Georg Thalhammer zurück. Diese stammen aus zertifiziert ökologischer Wildsammlung und werden besonders schonend verarbeitet.

Vielleicht konnte ich nochmal die Bärlauch-Lust in dir wecken und du probiert das ein oder andere Bärlauch Rezept noch aus!

 

Über Allmydeer

Hallo, ich bin Verena!
Hier zeige ich Dir, wie wertvoll ein achtsamer Umgang mit sich selbst und der Umwelt ist – nachhaltig, reflektiert & fair!

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Gemüsereste verwerten: Zero Waste Gewürzpaste – DIY

Gemüsereste verwerten: Zero Waste Gewürzpaste – DIY

Kann das weg oder ist das noch essbar? Die Antwort lautet ESSBAR! Schalen, Strunk und Abschnitte von Gemüse landen diesmal nicht im Müll. Mit dem folgenden Rezept kannst du Gemüsereste verwerten und weitere Speisen damit würzen – perfekt, wenn kein Kompost oder Biotonne zur Verfügung steht!

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele “Lebensmittel-Abfälle” tatsächlich noch genießbar sind. Kochen wir mit frischem Gemüse, fallen schnell diverse Blätter, Schalen und Abschnitte an. Diese landen nicht auf dem Teller, sondern eher im Müll. Viele erahnen gar nicht, welch köstliche Zero-Waste-Rezepte sie daraus kreieren lassen.

 

Keine Biotonne? Einfach Gemüsereste verwerten  

Leider steht in immer weniger Wohnungsanlage eine Biotonne zur Verfügung. Wer keinen Garten oder Platz für eine Wurmkiste hat, muss die Bioabfälle über den Restmüll entsorgen. Um das zu vermeiden, können die Gemüsereste einfach gesammelt und beispielsweise zu einer vielseitigen Gewürzpaste verarbeitet werden.

 

Verwertet werden können:

  • Schalen (Karotte, Sellerie, Kohlrabi, Pastinake, Zwiebel,…)
  • Blätter (Karottengrün, Blumkohlblätter, Kohlrabi, Radieschen, …)
  • Strunke (Brokkoli, Blumenkohl,…)
  • Abschnitte

Photo by Burana Reyhepi on Unsplash

Zutaten Gewürzpaste:

500g Gemüsereste
80g Salz
1 EL Olivenöl
frische oder getrocknete Kräuter

Zubereitung:

Die Gemüsereste ein bis zwei Wochen in einer sauberen Box sammeln und im Kühlschrank lagern. Vor der Verarbeitung alles gründlich waschen und prüfen, dass das Gemüse schimmelfrei ist.  Sollten Schimmelspuren erkennbar sein, bitte alles entsorgen und nicht mehr weiterverarbeiten.

Sind die gesammelten Reste in Ordnung, kann alles in einen Mixtopf gegeben und zerkleinert werden. Das Zerkleinern so lange wiederholen, bis eine Art Mus entsteht. Dann das Salz, Olivenöl und eventuell Kräuter hinzugeben. Alles nochmal gut durchmixen.

Die Paste in einen Topf geben, aufkochen lassen und unter ständigem Rühren etwas 20 Minuten köcheln lassen. Danach in saubere Gläser füllen und im Kühlschrank lagern.

 

Photo by Mink Mingle on Unsplash


Verwendung Gewürzpaste

Mit der fertigen Mischung kannst du jegliche herzhafte Gerichte verfeinern. Sie kann in Rezepten einfach anstatt fertiger Gemüsebrühe verwendet werden. Die Gemüse-Würzpaste eignet sich unter anderem hervorragend zum Marinieren von Tofu oder Tempeh.

 

Lust auf mehr Reste-Küche?

Zero-Waste-Küche: 3 pfiffige Rezepte, die du so noch nicht gesehen hast

Trester weiterverarbeiten: Rezept für vegetarische Bratlinge

 

Trester weiterverarbeiten: Rezept für vegetarische Bratlinge

Trester weiterverarbeiten: Rezept für vegetarische Bratlinge

Bewusst kochen kann so einfach sein! Das Beste dabei: Mit frischen Zutaten und einer Portion Kreativität werden auch aus Resten vielfältige Leckereien. Mit diesem einfachen Rezept gelingen pflanzliche Bratlinge mit und ohne Sojamilch-Trester

Kochen und Lebensmittel selber herstellen verbinden wir oft mit viel Aufwand und wenig Ertrag. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Sojamilch selber machen ist dafür das beste Beispiel. Selbst ohne Hochleistungs-Küchengeräte kann jede*r den Pflanzendrink ganz leicht selber herstellen und Tetra Paks vermeiden. Nach dem Abfiltern der Sojamilch bleibt der sogenannte Okara – der Trester der Sojabohnen – übrig. Um Abfall handelt es sich dabei keineswegs, sondern um eine fantastische Grundlage für leckere Rezepte.

Kurz erklärt: Als Trester werden die festen Rückstände bezeichnet, die beispielsweise noch dem Pressen von Apfelsaft übrig bleiben. Trester fällt unter anderem bei der Herstellung von Speiseöl und eben auch von pflanzlicher Milch an. Bei der Sojamilchproduktion wird dieser Okara genannt.


Trester verarbeiten: Rezept für vegetarische Bratlinge
 

Egal ob süß oder salzig – aus Okara lässt sich für jeden Hunger etwas zaubern. Ein aktueller Favorit: schmackhafte Bratlinge mit Karotte und Weißkohl. Sie gewinnen vielleicht keinen Schönheitswettbewerb, aber geschmacklich stehen sie auf dem Treppchen ganz oben, und stillen den herzhaften Hunger.

 

Zutaten für 6 Patties:

200g Okara / alternativ weiße Bohnen
1 TL Backpulver
1 EL geschrotete Leinsamen 
100g Dinkelvollkornmehl 
1 Karotte
1 Hand voll Weißkohl
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Gemüsebrühe
2 TL Paprika edelsüß
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Okara gut auspressen und in eine große Schüssel geben. Alternativ die Bohnen mit etas Wasser pürieren. Dazu die geschroteten Leinsamen, Mehl und Backpulver geben und gut verrühren. Während die Leinsamen quellen, Karotte und Kohl waschen und in möglichst kleine Stücke schneiden. Das Gemüse zusammen mit den Gewürzen in die Schüssel geben und gleichmäßig vermengen.

 Je nachdem wie feucht bzw. trocken die Masse ist, noch etwas Mehl oder Wasser hinzugeben. Dann aus 6 Bratlinge formen. Die Patties können mit etwas Öl in der Pfanne kross gebraten oder im Ofen bei 170 Grad ca. 30 Minuten gebacken werden.


Trester-Bratlinge 
vielfältig kombinieren
 

 Die fertigen Bratlinge schmecken super als Burger-Patties zwischen zwei Brötchenhälften oder auch einfach pur als herzhafter Snack zwischendurch. Es ist noch etwas Reis vom Vortag übrig? Dann lege noch zwei Bratlinge und etwas frisches Gemüse dazu und Du hast ein super Mittagessen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

 

 

Du bist auf den Geschmack der Zero-Waste Küche gekommen? Dann findest Du hier 3 pfiffige Rezepte, die Du so noch nicht gesehen hast!

(VH)