Sojamilch selber machen – ohne Küchenmaschine

Sojamilch selber machen – ohne Küchenmaschine

Tetra Pak ade: So kannst Du Sojamilch – ohne Hight-Tech-Küchengeräte – ganz einfach selber machen. Probier’s doch gleich mal aus!  

Mandel, Cashew, Hafer, Dinkel, Reis… Die Auswahl an pflanzlichen Milchalternativen ist mittlerweile unglaublich vielfältig. Der Nachteil: Sie sind ausschließlich in Tetra Paks erhältlich. Während Kuhmilch auch in Pfandflaschen im Kühlregal steht, machen Pflanzendrinks in Sachen Zero Waste bis jetzt eine schlechtere Figur.

Pflanzliche Milch selber machen

Getreide- und Nussmilch lassen sich verhältnismäßig einfach auch in der heimischen Küche zubereiten. Das Rezept für eine wunderbare Hafermilch hat zum Beispiel Swenja auf Lager. Bei Sojamilch wird es da schon schwieriger. Aber nichts ist unmöglich! So kann jeder seine Sojamilch ganz einfach selber zubereiten:

 

Zutaten für 1 l Sojamilch:

1 TL Natron
Wasser

Küchenutensilien:
Pürierstab
sauberes Küchentuch
großer Topf
große Schüssel
saubere Gläser zum Abfüllen

Zubereitung:

Die Sojabohnen 4 – 6 Stunden in Wasser einweichen (am besten über Nacht). Danach absieben und mit frischem Wasser spülen. Die Sojabohnen in einen großen Topf geben, mit frischem Wasser großzügig überdecken, 1 Teelöffel Natron dazugeben und aufkochen. Die Hitze auf mittlere Stufen reduzieren und 40 Minuten köcheln lassen. (Achtung: es kann stark schäumen, deshalb besser einen großen Topf verwenden.)

Wenn die Bohnen weich sind, den Topfinhalt absieben. Die abgetropften Sojabohnen zusammen mit 0,5 l frischem Wasser pürieren. Danach weitere 0,5 l frisches Wasser dazugeben und nochmal kurz aufkochen.

Sojamilch abfiltern

Das saubere Küchentuch über eine Schüssel legen und die Flüssigkeit nach und nach hineingeben und vorsichtig durch das Tuch pressen  (alternativ kann dazu ein Nussmilchbeutel oder ein ganz feines Sieb verwendet werden).

Zum Schluss bleibt im Küchentuch der Sojatrester – sog. Okara – zurück. Dieser kann für leckere Burger-Parties verwendet werden.
Die gefilterte Sojamilch am besten mit einem Trichter in saubere Flaschen füllen und direkt in den Kühlschrank stellen.

Gut zu wissen: Herkömmliche Pflanzendrinks sind oft gesüßt. Die pure Sojamilch kann Dir also ziemlich herb vorkommen. Eine angenehme Süße verleiht beispielsweise Kokosblütenzucker oder Honig. Am besten aber erst direkt bei der Verwendung süßen.

Jetzt steht der müllfreien Sojamilch nichts mehr im Weg! Solltest Du mein Rezept ausprobieren, freue ich mich sehr über Feedback!

(VH)

 

Dauerhaft Lebensmittelabfälle vermeiden – mit diesen 5 Tipps klappt’s garantiert

Dauerhaft Lebensmittelabfälle vermeiden – mit diesen 5 Tipps klappt’s garantiert

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Eigentlich wissen wir ja, dass wir nur das einkaufen sollten, was wir auch verbrauchen. Aber wie so oft hapert es bereits nach ein paar Tagen bei der Umsetzung. Deshalb habe ich dir 5 einfache Tipps zusammengestellt, die dir bei der (wirklich) dauerhaften Umsetzung helfen!

In der 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung zusammen mit RaboDirect und Max Green haben wir in den vergangenen Tagen so einiges gelernt – warum wir das MHD nicht bei der Zahl nehmen sollten und wie wir aus vermeintlichen Küchenabfällen noch kreative Mahlzeiten zaubern können. Außerdem ging es letzte Woche darum, die angesammelten Vorräte effektiv zu verbrauchen und worauf wir beim Essen in Restaurants sowie unterwegs achten sollten. Ganz schön viele Aspekte auf einmal; diese können wir natürlich nicht alle gleichzeitig und perfekt zu jeder Zeit umsetzen. Das soll auch überhaupt nicht das Ziel sein. Viel mehr möchte ich (einfache) Mittel und Wege aufzeigen, wie wir der unnötigen Lebensmittelverschwendung im Alltag einen Riegel vorschieben können. Denn noch einmal zur Erinnerung: 18 Millionen Tonnen landen jährlich allein in Deutschland im Müll. 18 Millionen Tonnen!

 

5 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

 Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Anstatt uns aber über unsere „schlechten“ Angewohnheiten zu ärgern, sollten wir uns lieber darauf konzentrieren, uns positive anzueignen. Natürlich benötigen neue Routinen Zeit und fühlen sich auch manchmal etwas mühselig an – aber fange einfach an und bleibe dran! Los geht’s:

1. Jede Woche einen Vorrat aufbrauchen

Niemand benötigt langjährige Regalhüter. Damit diese erst gar nicht entstehen, nimm dir jede Woche eine Sache aus deinem Küchenschrank, die Du leeren möchtest. Am besten positionierst Du deine Wahl, beispielsweise eine Packung Nudeln, an einer Stelle, die regelmäßig in deinem Blickfeld ist.

2. Essen mit anderen teilen

Dir schmecken manche Sachen einfach nicht mehr oder Du schafft es nicht, diese alleine zu verbrauchen? Kein Problem! Frag doch mal im Freundes- und Bekanntenkreis nach. Alternativ kannst Du dich auch bei foodsharing oder UXA anmelden. Die Website bzw. App bieten dir eine kostenlose Plattform, Lebensmittel weiterzugeben bzw. von anderen anzunehmen. Auch regionale Tafeln nehmen Lebensmittelspenden an.

 

TIPP:
Veranstalte mit deinen Freunden regelmäßig Kochabende, an denen ihr lediglich eure Vorräte verwertet! 

3. Mahlzeiten grob planen

Die wohl effektivste Methodekeine Lebensmittel wegwerfen zu müssen, ist es, seine Mahlzeiten zu planennie hungrig und dafür immer mit Einkaufszettel einkaufen zu gehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das vor allem am Anfang sehr schwer fällt. Wichtig: Das Leben läuft nie nach Plan. Es geht nicht um eine exakte Einhaltung des Plans, sondern um eine grobe Struktur. Allein zu wissen, wie viele Mahlzeiten man zuhause einnehmen wird, hilft bereits bei der Einkaufsplanung und verhindert, dass Unnötiges gekauft wird.

„Seit ich selbst Listen schreibe, kaufe ich viel weniger ein als früher.“  – Ronni Kahn, australische Foodaktivistin gegenüber der SZ

 

4. So viel wie möglich verwerten

Mit meinen Zero-Waste-Rezepten habe ich dir bereits gezeigt, was Du aus Blumenkohlblättern, Möhrengrün-Pesto und Kohlrabiblättern so Leckeres kochen kannst. Was außerdem (u.a.) noch essbar ist:

– Radieschenblätter

– Stiel vom Brokkoli

– Schale von Kiwis

– Kartoffel- sowie Karottenschale

Weitere Zero-Waste-Verwertungsoptionen:

– altes Brot/Brötchen zu Knödelverarbeiten

– Essig/Öl von eingelegtem Gemüse als Salatdressing verwenden

– überreifes Obst zu Smoothies oder Mus verarbeiten

– aus Gemüseschalen Brühe kochen

5. Darüber sprechen

 Themen bleiben nur präsent, wenn wir nicht aufhören, darüber zu sprechen. Erzähle deinen Freunden von dem Problem der Lebensmittelverschwendung. Das trägt die Botschaft nicht nur weiter, sondern motiviert uns selber.

TIPP:
Menschen lassen sich leichter überzeugen, wenn sie konkrete Handlungsalternativen bekommen. Kombinieredie Schilderungen über die Problematik der Lebensmittelverschwendung also gleich mit ein oder zwei einfachen Alltagstipps!

 

 

Sinnvoll sparen

Unterm Strich wirst Du mit den aufgeführten Tipps nicht nur unnötige Lebensmittelabfälle sparen, sondern auch bares Geld – denn schließlich musste alles einmal beim Einkaufen bezahlt werden. Verschwendung und Sparen – eigentlich zwei Gegensätze, die sich doch so nahe sind. Diesen Zusammenhang erkennt auch RaboDirect. Mit den Spareinlagen ihrer Kunden ermöglicht die Direktbank der RabobankGruppe, weltweit Projekte gegen Lebensmittelverschwendung zu fördern. Außerdem fördert sie Initiativen zur globalen Nahrungsmittelsicherheit. Mit dem Leitgedanken „Banking for Food“ zeigt RaboDirect, dass wirklich jeder Verantwortung übernehmen kann.

 

Damit endet die 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung. Ich hoffe, dass dieses „Ende“ auch gleichzeitig der Anfang ist, dauerhaft umzudenken und wieder mehr Wert in unserer täglichen Nahrung zu sehen. Natürlich wird es auch in Zukunft viele weitere Themen rund um Lebensmittelverschwendung geben. Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne bei mir! An dieser Stelle auch noch mal ein großes DANKE für die tollen Rückmeldungen zur Challenge – bin wirklich begeistert, wie viele mitgemacht haben!

(VH)

 

*Transparenz: In Kooperation mit RaboDirect

 

Aufbrauchen, einkaufen, auswärts essen – so klappt’s ohne Verschwendung

Aufbrauchen, einkaufen, auswärts essen – so klappt’s ohne Verschwendung

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„Mist, den Aufstrich im Kühlschrank habe ich ja total vergessen!“ – so klingt es, wenn unter dem Deckel ein weißer Film zum Vorschein kommt. Wer kennt es nicht: Wir kaufen ein, lagern, gehen spontan essen und sind dann schnell übers Wochenende weg. Was eigentlich noch im Kühlschrank liegt, bemerken wir erst, wenn sich bereits Schimmel breit gemacht hat. Doch das muss nicht sein. Mit kleinen Tricks können solch unnötige Lebensmittelabfälle ganz leicht vermieden werden

Es ist Mittwoch und die dritte Woche der 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung in vollem Gange! Nachdem wir bereits viele grundlegende Aspekte besprochen und tolle schmackhafte Zero-Waste-Rezepte ausprobiert haben, wollen wir die nächsten Tage etwas an unseren festgefahrenen Gewohnheiten rütteln.

#UseUpDontBuy – ran an den Vorratsschrank!

Bevor Du heute wie üblich nach Feierabend den Supermarkt ansteuerst, um das knurrende Loch in deinem Bauch zu stillen, wirf doch erst einmal einen Blick in Deine Küchenschränke! Hier ruht bestimmt noch etwas Essbares. Nicht selten sind es Produkte, die wir gar nicht mehr auf dem Schirm hatten. Von alleine werden diese allerdings nicht weniger und auch nicht besser.

 

So kommen wir zur Challenge-Aufgabe Nr. 3: Nimm 3 Produkte aus Deinen Vorräten, die Du diese Woche verbrauchen möchtest. Bei mir sind es Mandelsplitter, Buchweizen und Kartoffelknödel.

Am besten stellst Du die ausgewählten Dinge gut sichtbar in deiner Küche auf. Vielleicht ist bereits das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum überstrichen. Wie wir bereits wissen, ist das kein Grund, das Nahrungsmittel zu entsorgen. Lese dazu gerne noch mal im Artikel der ersten Woche nach.

Mahlzeiten und Einkäufe planen

Die effektivste Methode, seine eingekauften Lebensmittel auch zu verbrauchen, ist schlichtweg etwas Planung. So wie wir unsere Arbeit und Termine koordinieren, um den Überblick zu behalten, funktioniert es auch mit der Ernährung. Dazu ist kein steifer Mahlzeitenplan notwendig. Etwas Struktur und Überblick hilft hier schon ganz viel.

Überlege Dir vor jedem Einkauf, für wie viele Mahlzeiten du jetzt Essen besorgen willst. Nur für heute Abend oder soll es für die ganz Woche reichen? Idealerweise setzt Du dich einmal in der Woche kurz hin und notierst, wie oft Du die kommenden 7 Tage zuhause, auswärts oder unterwegs essen wirst. Im nächsten Schritt kannst du überlegen, was du gerne essen möchtest. Schau dazu am besten immer erst in den Kühlschrank und deine Schränke. Auch hier gilt: Erst aufbrauchen, dann neu kaufen.

 

Ein Beispiel:

  Frühstück Mittag Abend Vorrat/Kühlschrank Einkaufen
Montag Müsli mit Joghurt und Obst Kantine Spaghetti mit Gemüsesoße Müsli, Joghurt, Spaghetti, Dosentomaten Apfel, Zucchini, Paprika, Zwiebel
Dienstag Buchweizenbrei mit Mandelsplitter und Obst Kantine Essen mit Freunden

Buchweizen

Mandelsplitter

Birne
Mittwoch          
Donnerstag          

 

Mit solch einer groben Planung lassen sich auch alte Vorräte (Buchweizen, Mandelsplitter) spielerisch einbauen und verbrauchen. Wie gesagt: Es soll kein starrer Ernährungsplan sein. Sondern eine grobe Richtung vorgeben, um den Überblick nicht zu verlieren und unnötige Lebensmittelabfälle zu verhindern.

Danach marschieren wir mit einem Einkaufszettel los. Ziel ist es, nur das zu kaufen, was wir notiert haben. Ja, leicht gesagt bei all dem Überangebot soweit das Auge reicht. Eigentlich wird uns ununterbrochen vorgegaukelt, was wir denn noch alles unbedingt benötigen und ganz klar zum Schnäppchenpreis kaufen sollten. Wir werden getriggert mit Limited Editions und Niedrig-Preisen. Wirklich brauchen tun wir das meiste davon nicht. Sei dir dessen bewusst, wenn Deine Hand automatisch nach einer Neuentdeckung greift. So entstehen ganz leicht Fehlkäufe, die dann wiederum gegebenenfalls in der Tonne landen. So sparst Du nicht nur Müll, sondern schonst auch Deinen Geldbeutel

ZERO-WASTE-TIPP:
Du musst spontan auf Reisen und hast einen vollen Kühlschrank? Dann gib es doch an Freunde oder Nachbarn weiter!

Essengehen und TO GO

Wenn wir in Restaurants gehen, wird uns die Entscheidung bei so vielen wunderbaren Gerichten nicht gerade leicht gemacht. Am liebsten würden wir alles einmal kosten. Oft sind dann doch die Augen größer als der Magen und wir fühlen uns nach der Vorspeise eigentlich schon so gut wie satt. Vom Hauptgang schaffen wir dann nur drei Bisse, denn ein Dessert muss auf jeden Fall noch sein. Was wir nicht aufessen können, geht zurück in die Küche und wird.. genau: weggeworfen. Wir sehen es zwar nicht, aber es passiert. Täglich. Was Du tun kannst?

Überlege Dir erst, wie viel Hunger du wirklich hast. Schaffe ich meine bestellten 3 Gänge? Schlage vor, sich Speisen zu teilen und lass Dir deine Reste einpacken – schmeckt am nächsten Tag mindestens genauso gut. Besonders groß ist die Verschwendung bei All-You-Can-Eat-Buffets. Am besten meidest Du solche so gut es geht bzw. füllst Dir den Teller mehrmals mit kleinen Portionen. So verhinderst Du, dass Berge auf den Tellern bleiben und bist auch ein Vorbild für die anderen Gäste.

 

ZERO-WASTE-TIPP:
Eine mitgebrachte Box spart zusätzlich den Verpackungsmüll, wenn Du deine Portion nicht ganz aufessen kannst.

 

Gleiches gilt beim Essen unterwegs. Viele To-Go-Mahlzeiten sind aufwendig in Plastik verpackt. Lasse dir die Brezel auf die Hand geben oder bringe Deine eigenen Behältnisse mit. Am besten kochst Du am Abend zuvor eine doppelte Portion und packst die Hälfte in eine Box für unterwegs. So weißt Du, dass die Mahlzeit schmeckt und sicher aufgegessen wird.

Jetzt bist wieder Du dran! Weißt Du bereits, was diese Woche endlich aufgebraucht werden soll? Schreibe doch gerne in die Kommentare, was die kommenden Tag endlich verwertet werden soll. Natürlich kannst Du mir auch immer Fragen stellen. Ich freue mich über jede Rückmeldung!

(VH)

 

*Transparenz: In Kooperation mit RaboDirect

Zero-Waste-Küche: 3 pfiffige Rezepte, die Du so noch nicht gesehen hast

Zero-Waste-Küche: 3 pfiffige Rezepte, die Du so noch nicht gesehen hast

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Ob Blumenkohl, Kohlrabi oder Karotten – die Gemüseblätter nerven und überfüllen doch nur unnötig den Biomüll!? Nein, ganz und gar nicht – sie sind nämlich genauso essbar wie das eigentliche Gemüse. Mit diesen leckeren Rezepten bleibt Dein Mülleimer leer – garantiert!

In der zweiten Woche der 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung, die ich zusammen mit RaboDirect Deutschland und Max Green veranstalte, geht’s ab in die Zero-Waste-Küche. Ich zeige Dir, dass das, was oft selbstverständlich im Müll landet, eigentlich genießbar ist. Vieles tun wir, weil man es halt so macht. Allerdings sollten wir öfter unseren Gewohnheitstrott hinterfragen und mehr nach links und rechts schauen. Deshalb zeig ich dir, was Du aus Blumenkohlblättern, Möhrengrün und Kohlrabiblättern geniales zaubern kannst.

 

 

Cremiges Süppchen aus Blumenkohlblättern

Zutaten: (3-4 Portionen)

  • Blätter von einem Blumenkohl
  • 500ml Gemüsebrühe
  • Salz/Pfeffer
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 50g Joghurt oder Sahne
  • Olivenöl

Zubereitung:

Die Blätter vom Kohlkopf entfernen, in Stücke schneiden und gründlich abwaschen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einem großen Topf 2 EL Öl erhitzen und Zwiebel sowie Knoblauch darin anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, die gestückelten Blumenkohlblätter hinzugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Alles bei mittlerer Hitze ca. 30 min köcheln lassen, bis auch die dicken Striemen der Blätter gar sind. Die Sahne hinzugeben und alles nach und nach pürieren, bis eine cremige Suppe entsteht. Zum Schluss würzen und anrichten.

 

Möhrengrün-Pesto

Zutaten: für ein Glas (ca. 300 ml)

  • 100g Möhrengrün, gewaschen
  • 80g Cashewmus
  • 150 ml Kürbiskernöl oder Olivenöl
  • 2 EL Hefeflocken
  • Salz/Pfeffer

Zubereitung:

Das Möhrengrün hacken und mit den anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Alles pürieren, bis ein homogenes, cremiges Pesto entsteht. In ein sauberes Behältnis füllen und im Kühlschrank lagern.

 

TIPP:

Schmeckt fantastisch zu Nudeln & macht sich auch auf Brot hervorragend 

Kohlrabi-Rouladen mit Blättersalat 

Zutaten: (für 6 Rouladen)

  • 1 Kohlrabi inklusive den Blättern
  • 200g Räuchertofu
  • 100g Hüttenkäse (alternativ veganer Frischkäse)
  • 3 TL scharfer Senf
  • 2 Tomaten
  • 2 EL Nussmus
  • 2 EL Essig
  • Öl
  • Salz/Pfeffer/Gewürze

Zubereitung:

Zunächst die 6 größten Blätter von den Stängeln entfernen, waschen und abtropfen lassen. Den Tofu in lange Streifen schneiden und (optional) in etwas heißem Öl kross anbraten. Die Tomaten klein würfeln. Dann die Blätter mit scharfem Senf bestreichen und mit Tofu, Hüttenkäse und Tomate füllen sowie nach Belieben würzen. Anschließend zu kleinen Rouladen einrollen und bei 160 °C ca. 10-15 min in den Backofen geben. Währenddessen die restlichen Blätter waschen und kleinschneiden sowie die Kohlrabiknolle schälen und klein schneiden. Für das Dressing das Nussmus, 1 TL Senf, Essig, Salz, Pfeffer und ein Schuss Öl vermengen. Den Kohlrabi zusammen mit Blättern und der restlichen Tomate zu einem kleinen Salat vermengen und mit den Rouladen anrichten. Zum Schluss das Dressing dazugeben und genießen!

 

 

 

 

 

Jetzt bist Du dran!

Damit kommen wir zu Deiner zweiten Challenge-Aufgabe: Verwerte ein Lebensmittel(teil), das bei dir so bis jetzt noch nicht auf den Teller kam. Kleiner Tipp: Ebenfalls essbar ist der Stiel von Brokkoli, die Schale von Kiwis und Radieschen-Blätter. Teile doch gerne deine Kreation auf Instagram mit dem Hashtag #EssenMitMehrwert! Oder schau mal auf dem Instagram von RaboDirect Deutschland oder Max Green vorbei.

Nächste Woche nehmen wir uns noch einmal unsere Vorratsschränke vor. Außerdem habe ich tolle Tipps auf Lager, wie wir leichter unsere Vorräte aufbrauchen, anstatt ständig neue Dinge zu kaufen – da freut sich auch der Geldbeutel.

(VH)

 

*Transparenz: In Kooperation mit RaboDirect

 

Was sind uns Lebensmittel eigentlich wert?

Was sind uns Lebensmittel eigentlich wert?

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Kaufen und wegwerfen, kaufen und wegwerfen, kaufen und wegwerfen – so lautet ein weit verbreitetes  Mantra unserer Konsumgesellschaft. Was wie ein schlechter Witz klingt, ist traurigerweise die Realität. Mit jährlich 18 Millionen Tonnen an Lebensmittelabfall deutschlandweit ist die Wegwerf-Mentalität längst im Nahrungsmittelsektor angekommen. Im Rahmen der 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung zeige ich Dir, was Du tun kannst, damit wir nicht länger für die Tonne produzieren

Am Montag startete RaboDirect die 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung. Es freut mich ganz besonders, meinen Teil dazu beitragen zu dürfen. Einen kleinen Teaser zum Ablauf und zu den Inhalten der Challenge bzw. wer RaboDirect eigentlich ist, findest Du in meinem letzten Artikel. Wöchentlich aktuelle Beiträge, Herausforderungen, Tipps und Informationen findest Du auf meinem Instagram-Account, auf YouTube bei Max sowie auf seinem Instagram-Profil und der Website von RaboDirect.

Was sich ändern muss

Bei einem so großen, vielschichtigen Problem einen einheitlichen Ansatz zu finden, ist gar nicht so einfach. Die gute Nachricht: Es ist machbar. Wir alle können etwas tun und das ist gar nicht so schwer. Anfangen müssen wir immer bei uns selbst. Wir können nicht erwarten, dass andere etwas ändern, wenn wir selbst unseren Trott nicht verlassen möchten. “Besser machen statt besser wissen”, bringt es das Zitat der Social Business Beraterin Julia Post ziemlich auf den Punkt. Wir müssen alle aktiv werden. Und weil gemeinsam vieles leichter fällt, gehen wir die Sache gemeinsam mit unserer 4-Wochen-Challenge gegen Lebensmittelverschwendung an. Ich hoffe, Du bist auch dabei!

Das Ding mit der Wertschätzung

Genug zu essen zu haben, ist für uns selbstverständlich.  Der nächste Supermarkt liegt unweit entfernt und das Angebot ist nicht rar. Ja, es ist das Überangebot, wodurch wir völlig den Bezug zu unseren Nahrungsmitteln verlieren. Die Milch kommt nicht mehr von der Kuh, sondern aus dem Kühlregal. Wir kochen nicht mehr selbst, sondern holen uns ein fertiges Gericht aus der Tiefkühltruhe. Deshalb frage Dich: Was ist Dir dein Essen wert?  Mach Dir einfach mal paar Gedanken über Deine Nahrungsbeschaffung, die Zeit, die Du dafür investiert und wie Du allgemein zu diesem Thema stehst. Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel, um überhaupt bereit zu sein, etwas zu ändern.

 

NeONBRAND on unsplash

Die Qual der Wahl vorm Kühlregal

 

Die Sache mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum

Neben unserem verlorenen Bezug zur Nahrung, ist das kleine Datum, das auf vielen Produkten aus dem Supermarkt zu finden ist, eine große Problemquelle bei der Lebensmittelverschwendung. Dadurch wandern massenhaft Lebensmittel in den Müll, die eigentlich noch lange genießbar gewesen wären. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) muss laut EU-Recht auf allen abgepackten Nahrungsmittel angegeben werden. Viele interpretieren dieses Datum fälschlicherweise als alarmierenden Warnhinweis, ab diesem Zeitpunkt bloß die Finger davon zu lassen – oder zur Sicherheit bereits ein paar Tage zuvor. “Mindestens haltbar bis” wird gleichgesetzt mit “Garantiert schädlich ab”, was vollkommener Unsinn ist. Beim MHD handelt es sich um kein Verfallsdatum oder gar eine Warnung, sondern lediglich um eine Qualitätsgarantie seitens des Herstellers. Diese versuchen sich dadurch vor Beschwerden zu schützen und wählen insbesondere bei Kühlware einen kürzeren Haltbarkeitszeitraum. Dadurch landen allerdings viel zu viele Produkte frühzeitig in der Tonne, obwohl sie noch lange nicht verdorben wären.

Erst kürzlich habe ich einen Sojajoghurt gegessen, der bereits über 4 Wochen abgelaufen war“, berichtete Laura im Rahmen meiner Zerowaste-Challenge im Februar 2018. Wie lange ein Produkt tatsächlich exakt haltbar ist, kann niemand sagen. Dabei spielen viele verschiedene Faktoren, wie Lebensmittelart, Lagerung und Transport eine Rolle.

 Unser Körper weiß es besser

Anstatt sich auf eine Zahl zu fixieren, sollten wir wieder mehr unseren Sinnen vertrauen: SEHEN / RIECHEN / SCHMECKEN. Sieht das Produkt anders aus als gewohnt? Sind bereits Schimmelsporen erkennbar? (Natürlich kann sich beispielsweise bei Milchprodukten Wasser an der Oberfläche absetzen. Das ist aber völlig normal.) Wenn per Augenschein nichts auffällig ist, kann der Geruch mehr Aufschluss geben. Riecht es säuerlich oder verdorben, solltest Du besser die Finger davon lassen. Wenn bis dahin alles gut wirkt, kannst ein kleiner Löffel probiert werden. Schmeckt es wie gewohnt, kannst Du es in der Regel ohne Sorgen genießen.

Dieser Test ist vor allem bei Kühlware empfehlenswert. Bei Trockenware, wie Salz, Nudeln oder Reis ist ein MHD noch abwegiger. Diese sind meist noch Jahre lang gut bzw. können eigentlich gar nicht schlecht werden. 

Unterscheide das Verbrauchsdatum

Vom Mindesthaltbarkeitsdatum zu unterscheiden ist das Verbrauchsdatum. Dieses findet man auf frischem Fleisch und Fisch mit dem Hinweis “zu verbrauchen bis”. Jene Produkte sollten nach diesem Datum nicht mehr verzehrt werden.

Damit wäre auch schon die erste Woche der Challenge geschafft – lass den ganzen Input erstmal sacken. Nächste Woche erwarten Dich etwas extravagante Rezepte, die Du so wahrscheinlich noch nie gesehen hast. 

(VH)

 

*Transparenz: In Kooperation mit RaboDirect

 

EiEiEi, nimm’s mal pflanzlich!

EiEiEi, nimm’s mal pflanzlich!

Gekocht, pochiert, gebraten, gespiegelt oder gerührt – wie wir das Ei auch drehen und wenden, auf dem Teller macht es stets eine gute Figur. Eier schmecken beim exklusiven Sonntagsbrunch, als auch am Freitagabend, wenn der Kühlschrank sonst nichts mehr hergibt. Ob Du es glaubst oder nicht: Ein leckeres “Rührei” geht auch rein pflanzlich 

 

Die vielfältige und gleichzeitig schnelle, einfache Zubereitung machen Eier zu einem beliebten Lebensmittel. 4,4 Eier essen wir im Schnitt pro Woche – das macht im Jahr 230 Eier pro Kopf. Etwas zu viel des Guten, finde ich. Neben den Eiern, die wir Zuhause in die Pfanne schlagen, nehmen wir sie großteils unbewusst durch verarbeitete Produkte zu uns. Hier dienen sie beispielsweise als Bindemittel in Teigwaren oder  als “Kleber” bei panierten Produkten. Ein Grund mehr, die Augen nach Alternativen offen zu halten. So gelingt das perfekte Rührei auch anders:

 

Zutaten für 1 Portion:

100g Tofu Natur*
20g Pflanzliche Frischecreme 
1 TL Sojasoße
0,5 TL Kurkuma
0,5 TL Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

*Tofu ist nicht gleich Tofu – ich bevorzuge diesen hier und den da

Zubereitung:

 

Zuerst gebe ich den Tofu in eine kleine Schale, zerdrücke ihn mit einer Gabel und gebe Sojasoße, Gemüsebrühe sowie Salz, Pfeffer hinzu. Das vermenge ich gleichmäßig und lass es paar Minuten ziehen. Währenddessen schneide ich mein Gemüse klein und dünste es mit etwas hochwertigem Öl in einer kleinen Pfanne an. Dann gebe ich die Tofumenge hinzu und lasse alles 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Jetzt kommt die Frischecreme und der Kurkuma hinzu. Alles gut vermengen. Den Herd ausmachen und mit der Restwärme noch ein paar Minuten brutzeln lassen. Abschmecken und mit einer Scheibe frischem Brot servieren.

 

Tipp: In der veganen Küche ist das Kala Namak Salz sehr beliebt. Dies verleiht pflanzlichen “Eierspeisen” einen typisch schwefeligen Geschmack.

Wer bereits viel in der vegetarisch-veganen Küche unterwegs ist, wird diese Kreation bereits kennen. Dem ein oder anderen werden die Zutaten wohl eher exotisch vorkommen. Das ist vollkommen in Ordnung. Anstatt uns aber gegen Unbekanntes zu wehren, sollten wir uns stets auf neue Dinge einlassen und im wahrsten Sinne des Wortes über unseren Tellerrand hinausschauen.

 

Resteverwertung mit Rührei

Dazu gehört auch, etwas kreativ zu werden und mit verschiedenen Resten eine tolle Mahlzeit zuzubereiten. Bei mir lagen noch 2 schrumpelige Champignons sowie eine Hand voll Kidneybohnen im Kühlschrank. Die wanderten einfach mit in die Pfanne. Wirklich falsch machen kann man dabei nichts – jede Kompostion ist besser, als übriggebliebene Zutaten wegzuwerfen.

 

Wenn dann Bio-Eier

Auch bei mir kommt ab und an ein Ei auf den Speiseplan. Dann ist es aber auf jeden Fall Bio und am besten von einem regionalen Bauernhof. Hier erkläre ich dir, warum wir unbedingt Bio-Qualität wählen sollten. Ökologische Eier erkennst Du an der “0” zu Beginn des Codes, der auf der Schale abgedruckt ist.

 

Jetzt wünsche ich Dir ganz viel Appetit beim Ausprobieren! Hast Du bereits Eierspeisen als pflanzliche Alternative ausprobiert? Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

 

Alles Liebe Verena

 

 

 

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